Foto: C. Kirchwehm / HWSH

Meisterstipendium

Warum Meister werden?

Der Meisterbrief ist ein Beleg für besondere Qualifikationen und legt das Fundament für eine Existenzgründung. Für die Selbstständigkeit ist die Meisterprüfung somit Voraussetzung, aber eröffnet auch Möglichkeiten für den Aufstieg zur Führungskraft im Handwerk und in anderen Wirtschaftsbereichen.

Meisterstipendien – zwei Wege zur Finanzierung

Finanzierung über Aufstiegs-BAföG

Meisterschüler, die mangels eines bestehenden Arbeitsverhältnisses oder eines Anspruchs auf Arbeitslosengeld, über kein Einkommen verfügen, können sich ihre Weiterbildung zum Meister mit dem Aufstiegs-BAföG (früher auch Meister-BAföG genannt) finanzieren. Eine Altersgrenze besteht für die Förderung mit dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz nicht.

Künftige Meister erhalten diese Förderung einkommens- und vermögensunabhängig. Das heißt, eine Unterstützung bei den Material- und Kurskosten ist auch zusätzlich zu einem Arbeitsverhältnis möglich. Wer über ein geringes Einkommen verfügt und kein Vermögen aufweisen kann, kann zusätzlich zu den Lehrgangskosten einen Zuschuss zum Lebensunterhalt beantragen.

Die Zuschusshöhe beträgt bis zu 100 %. Der Betrag wird als Vollzuschuss gezahlt, das heißt, er muss nicht mehr zurückgezahlt werden. Zuständig für die Entgegennahme von Förderanträgen und für die Betreuung im Einzelfall sind in der Regel die kommunalen Ämter für Ausbildungsförderung bei den Kreisen und kreisfreien Städten am ständigen Wohnsitz der Antragsteller. Die jeweiligen Adressen sind zu finden unter www.aufstiegs-bafög.de.

Finanzierung über eine Förderung vom VFH

Der Verein zur Förderung des Schleswig-Holsteinischen Handwerks e.V. (VFH) setzt sich seit 2003 für die Unterstützung und Weiterentwicklung des Handwerks in Schleswig-Holstein ein. Durch ehrenamtliches Engagement und gezielte Fördermaßnahmen, wie das Meisterstipendium, stärkt der Verein die nächste Generation von Handwerksmeistern und trägt so zur Zukunftssicherung des Handwerks bei.

Viele Lehrlinge und Gesellen im Handwerk schrecken vor den finanziellen Risiken auf dem Weg zum Meistertitel zurück. Obwohl staatliche Förderung in Deutschland einiges abdeckt, bleibt eine Lücke von etwa 3.000 Euro, die sie mit dem Meisterstipendium vom VFH e.V. abdecken können.

Durch diese Maßnahme übernimmt der VFH gesellschaftliche Verantwortung und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung der Leistungsfähigkeit des schleswig-holsteinischen Handwerks. Das Ziel ist es, die Branche zukunftsfähig zu machen und die hohe Qualität des Handwerks in der Region langfristig zu sichern.

Die Bewerbung für das Meisterstipendium muss schriftlich auf dem Bewerbungsbogen fristgerecht beim VFH e.V. eingehen. Über die Vergabe entscheidet der Vorstand oder eine Jury. Die Entscheidung wird schriftlich mitgeteilt.