
Auszubildender unterstützt Wasser-Projekt in Ghana
In der Zeit vom 20.09.-01.10.2018 hatte Jan Roehl, Auszubildender vom Mitgliedsbetrieb von Aspern & Söhne Brunnenbau aus Nortorf, die Gelegenheit mit einer Delegation aus vier Schülern und zwei Lehrern der Berufsbildenden Schule Ammerland (BBS Ammerland) nach Ghana zu reisen. Seine Vorgesetzten Tim und Nils von Aspern gaben ihm die Möglichkeit diese Reise anzutreten und haben ihn so damit selbstverständlich bei diesen Projekt unterstützt.
Vor Ort sollten Projekte rund um das Thema „Wasser“ von den zukünftigen Brunnenbauern begleitet und unterstützt werden. In Zusammenarbeit mit Schülern und Lehrern der Partnerschule in Amasaman / Accra verschaffte sich der 22-Jährige zunächst einen Überblick über die Brunnenanlage, die Zisterne und die Wasserqualität. Der ursprünliche Plan war den 100 m tiefen Brunnen zu reinigen und in einen guten, ordnungsgemäßen und gebrauchsfähigen Zustand zu versetzen. Zudem war ein weiteres Ziel die Regenfälle und Wasserstände der Zisterne zu dokumentieren.
Bereits der erste Pumpversuch zeigte, dass die Anlage nicht fachgerecht gebaut wurde. Normalerweise hat Brunnenwasser eine Temperatur von 6 – 10 Grad – hier hatte das Wasser 28 Grad. Grund dafür war eine Kloake, die direkt nebenan lag und mit hinein lief. Da nur Oberflächenwasser ausgepumpt wurde, war das Wasser mit Bakterien und Keimen belastet. Der Brunnen musste stilllegt werden.
Das Hauptziel der Schulpartnerschaft ist es Projekte zu begleiten, die Einheimischen zu beraten, zu motivieren und anzuleiten damit sie nicht das sehr teure Wasser in Flaschen kaufen müssen, sondern Regenwasser aus der Zisterne nutzen können. Gemeinsam mit den Einheimischen wurde für die Zisterne ein neues Dach gebaut und sie wurde von innen gereinigt.
Jan Roehl kam mit vielen Eindrücke aus Ghana zurück und möchte gerne mit den gesammelten Erfahrungen den Menschen bei einem weiteren Besuch als Brunnenbauer mit seinem erworbenen Wissen weiterhelfen. Er hat beobachtet, dass die Einheimischen zum Teil noch Schwierigkeiten haben, die erlangten Kenntnisse und Fertigkeiten praktisch zu verwirklichen, anzuwenden und auch dauerhaft umzusetzen. Hier bedarf es noch einiger Unterstützung. Die Materialien und Gerätschaften sind vor Ort – die Ghanaer müssen den Prozess nur noch verinnerlichen.
Nachhaltig beeindruckt hat den Auszubildenden auch das in Accra auf einer Fläche von ca. 185km² ca. 2,4 Millionen Einwohner (in Kiel leben auf einer Fläche von ca. 120km ² ca. 250 Tausend Einwohner), trotz unterschiedlichsten Glaubensgemeinschaften, friedlich nebeneinander leben. Die Selbstverständlichkeit von sauberem Trinkwasser, das einfach aus dem „Hahn“ jederzeit verfügbar ist, hat Jan Roehl nachdenklich und demütig für unser Leben hier gemacht.
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